Unser Original T

 

Zum Ende der Sommer-Saison 2016 bringen wir doch tatsächlich nochmal ein neues T raus… Wie geil und mutig ist das denn bitte? Die Saison ist schließlich vorbei und so langsam sinken die Temperaturen doch spürbar.

 

 

 

Nun gut, es gibt dazu eine kleine Vorgeschichte, auf deren Verlauf und schlussendlich auch deren Ausgang wir im Nachhinein doch ein wenig stolz sind und euch deshalb einmal präsentieren wollen:

 

Dazu muss man wissen, dass wir bisher immer folgendem Credo gefolgt sind – als Basis steht immer ein Basic (ein Pulli oder Shirt, mehr eben nicht), welches wir mal mit leuchtenden und mal nicht leuchtenden Farben und einem Mix aus rauen, weichen oder gemütlichen Stoffen zu etwas ganz Besonderem kombinieren. Das Einarbeiten von kleinen Hinguckern, wie bspw. unserer robusten Aufhänger oder eben auch Wortspielen, die nur der Träger kennt, runden unsere Wunschliste eines lässigen Shirts ab.

 

Irgendwie war alles immer spektakulär, witzig und auffällig – Sag’s mit Schmusen eben. Doch jetzt kam plötzliche ein Freund und meinte: „Eure Ideen sind zwar cool und eure Shirts auch super gemütlich, aber für mich doch etwas zu auffällig. Ein dezenteres Teil wäre super, aber sowas fertigt ihr ja leider nicht an.“

 

 

Ok, und da fingen unsere Köpfe auch direkt an zu rattern: „Wie können wir unsere vorhandenen Ideen mit dem Wunsch eines dezenteren Teils vereinen?“ Und da war sie also, unsere neue Herausforderung! Das was anfangs nach dem genauen Gegenteil von uns klang, wollten wir natürlich nicht einfach so hinnehmen.

 

Also los ging´s … kurzer Material-CheckUp, in wie fern wir ggf. neues Material bräuchten. Doch unser Headquarter ist gut ausgestattet: jede Menge Muster-Stoffe, unsere Designfarbe sowie Garn in verschiedensten Farbtönen waren auch vorhanden. Ok ... nächster Punkt: Team-CheckUp: Nina war zeitlich eingespannt. Dave ebenfalls. Bedeutete, dass wir bei dem Projekt leider nicht auf unsere volle Manpower zurückgreifen konnten. Doch gut, dafür sind wir ein Team! Also machten Sarah und ich uns an die Arbeit.

 


Vielleicht noch kurz vorne weg: Welche Schritte gilt es bei dem Entstehungsprozess eines neuen Shirts zu berücksichtigen? Die grundsätzliche Ideenfindung, die Auswahl einer Pass- bzw. Schnittform, Festlegung des Ausgangsmaterials sowie deren Stärke und zusätzliche Überlegung hinsichtlich möglicher Verbesserungen gegenüber alltäglichen Shirts.

 

Da wir immer ein paar neue Ideen auf Lager haben, die wir irgendwann mal ausprobieren wollen, hatten wir auch jetzt schon ein paar Vorstellungen, wie man es als peppiges Label schaffen könnte, ein „dezentes“ Shirt zu entwerfen und dabei nicht unsere Qualität sowie unseren Wohlfühlfaktor zu vernachlässigen.

 

Dann ging es los, Sarah und ich tauschten erste Skizzen und beratschlagten ob dieses oder jenes funktionieren könne. Hier mal ein paar Details:

 

 

 

Das Motiv: Eine der schwierigsten Entscheidungen über die wir uns klar werden mussten war das schlussendliche Design. Ob wir das wirklich „Design“ nennen konnten, darüber waren wir uns zu dem Zeitpunkt auch nicht so ganz einig, weil es ja „dezent“ werden sollte. Da haben wir vorab tatsächlich einiges ausprobiert. Die zündende Idee kam uns mit der Idee Ton in Ton zu arbeiten. Aus dem Bauch heraus hatten wir uns bei der Grundfarbe des T’s bereits für weiß entschieden und so sagten wir einfach „Yes, witzige Idee! Das könnte passen.“. Auf Grund der „dezenten“ Geschichte haben wir uns anschließend doch relativ schnell darauf geeinigt, dass wir mit unserer Grafikfarbe arbeiten und versuchten unser typisches Winkemännchen aufzubringen – für uns also schon eher etwas klassisch. Gesagt – getan! Und die ersten Versuche sahen echt gut aus, das leichte schimmern des Motives bei veränderndem Lichteinfall war irgendwie cool und hat uns auch ein wenig zum schmunzeln gebracht :-D

 

 

 

 

Die Form: Hierbei entschieden wir uns für eine traditionelle Schnittform – beim Thema „dezent“ passte für uns weder ein weit ausgeschnittenes V als Kragen, noch ein Oversize-Schnitt oder Sonstiges in der Art. Ein klassisches T sollte es sein. Da waren wir uns tatsächlich beide recht schnell einig :-)


 

Das Ausgangsmaterial: Es gibt unzählig viele verschiedene Materialien aus denen ein T-Shirt sein kann, reine Baumwolle, Polyester, Seide, verschiedenste Mischgewebe-Arten und und und – alle mit unterschiedlichen Eigenschaften. Für ein alltagstaugliches robustes T-Shirt haben wir uns am Thema Gemütlichkeit und Robustheit orientiert, nach ein wenig testen sind wir uns einig gewesen, dass wir auf unser Bamboo-Material zurückgreifen: gemütlich, super waschbar und schön weich auf der Haut.

 

 

Grammatur: Die Stärke eines Stoffes trägt schlussendlich viel zu dem Tragekomfort bei, sodass dieser Punkt ein wirklich enorm wichtig ist. Wir standen also vor der Frage: Soll es wirklich luftig locker flattern, so dass wir auf eine Stärke von um die 100g/m² zurückgreifen sollen? Wollen wir damit die Gefahr eingehen, dass man bei ungünstigen Lichtverhältnissen durchschauen kann? Doch irgendwie passte so ein locker fluffiges T auch nicht in unserer Vorstellung eines „dezenten“ Shirts – denn mal ehrlich, ein durchsichtiges Shirt zieht mehr Blicke auf sich als man sich durch ein dezentes Shirts wünscht, oder? Wie so oft im Leben ist es dann doch manchmal eben doch der Mittelweg und wir entschieden uns für eine 150g/m²-Version. Nicht zu dünn und nicht zu dick, genau richtig für die Tage zwischen Sommer und Herbst.


 

Zusatz: Mit der Euphorie des geglückten Motiv-Entwurfes hatten wir den Mut auch noch ein paar andere Dinge zu testen. So haben wir uns dann auch nochmal den klassischen T-Look vorgenommen und diesen hin zu einer etwas sportlicheren Optik entwickelt. Bedeutet, dass wir die Ärmel einfach ein wenig gekürzt und wir uns dazu entschlossen haben, das Bündchen hochzunähen. Dabei konnten wir die Finger jedoch nicht ganz von dem Thema Farbe lassen und haben mit zwei Highlights, simpel gesagt mit farbigen Abnähungen an den Ärmeln, einen „dezenten“ Hingucker á la Sag´s mit Schmusen geschaffen. Sorry, wir mussten einfach :-D Und was an einem T-Shirt für den Alltag aus unserer Sicht nicht fehlen darf ist eine robuste Stelle zum Aufhänge. Und so haben wir uns den für uns dafür typischsten Stoff gesucht: Jeans! Diesen haben wir diesmal zu einer Lasche am unteren Ende des T-Shirts verarbeitet. Warum unten? Wir hatten ihn erst innen am Nacken und auch mal am Ärmel, doch es kam dann so, dass wir ihn am unteren Ende am wenigsten auffällig und am wenigsten hinderlich fanden ;-)

 

 

 

Zum Schluss hieß es dann noch den Prototypen ausgiebig testen: mal locker zur kurzen Jeans, mal mit Sakko zum Termin am Abend. Dazu mehrfach ab in die normale Wäsche und später auch wieder schön glatt bügeln. Unglaublich, doch es passte alles super zusammen. Und das erste Feedback lies auch nicht lange auf sich warten, Freunde und Bekannte sprachen uns an. Auch der Dame vom Café Solo fiel unser Shirt auf und meinte, dass sie den Schimmereffekt wirklich witzig findet. Dickes Danke an dieser Stelle dafür nochmal :-)


 

Joa.. und so ist unser neues T entstanden. Und ohne Scherz, nachdem man so ein Projekt umgesetzt hat, ist man ganz gut „durch“ :-D Und das obwohl wir immer gut gegessen und auf uns aufgepasst haben.

 

 

Achso.. und der Name „Original T“? Das „T“ ist sicher jedem bewusst, dass dieses für „T-Shirt“ steht. Das „Original“ haben wir hinzugefügt, weil unser aufgetragenes Winkemännchen auch eben ein wenig unser damals erstes Motiv darstellte. Puhh... das ist schon ein wenig philosophisch :-)

 

Und damit schließen wir diesen kleinen Einblick in unser kleines Modelabel einmal ab. Bei Fragen/ Anregungen/ gefundenen Rechtschreibfehlern … sagt uns Bescheid :-D

 

 

PS: Solltet ihr gar nicht wissen, um was es hier genau geht :-D Schaut euch das Shirt einfach mal in unserem Shop an -> Original T