29.12.2017

 

Oh du fröhliche … Vakuumpumpe

 

Wir nähern uns den Weihnachtsfeiertagen und wie jedes Jahr wird alles um einen herum und man selber immer hektischer … oder Moment, geht das trotz aller Vorsätze immer nur uns so? Egal, lassen wir das :-)

 

In den vergangenen Wochen haben wir bei unserem Abenteuerprojekt halb NRW auf der Suche nach einem Auto erkundet, ein Auto gekauft, eine Grundreinigung von Innen vorgenommen und ein Startproblem behoben. Soweit so gut. Als nächstes wollten wir uns einem leicht tropfenden Öl-Verlust widmen – auch wenn die Tropfen noch so klein sind, es muss ja nicht sein, dass wir überall Spuren hinterlassen… und schließlich wollten wir über Weihnachten eine erste längere Testtour machen. Mit „länger“ sind hier übrigens tatsächlich nur 500-600 Km gemeint, bisher sind wir Großstadt-like immer nur und eigentlich auch nur selten Kurzstrecken mit unserem blauen Berti gefahren.

 

Nun gut, das Ziel stand: Öl-Leck abdichten! Der Überschrift nach zu urteiloen haben wir auch schnell rausgefunden wo das Öl her kam: Die Vakuumpumpe war der Übeltäter. Da wir vom Schrauben eigentlich nur wenig Ahnung haben, wurden Freunde und das T4-Wiki befragt :-) Und zack, da hatten wir einen Ansatz, mit dem das Tropfen zu lösen sein sollte. "Lösen“ mussten wir aber erst einmal etwas anderes: Die beiden verdammt schlecht bis überhaupt gar nicht erreichbaren Muttern der Vakuumpumpe! Und das war richtig mies, denn es hat insgesamt nur 2-3 h und 1-2 abgeflexte Schraubenschlüssel gekostet. Ok, irgendwann hatten wir die beiden Muttern gelöst, das in der Vakuumpumpe befindliche Öl floss den Arm runter und wir standen vor der Frage „Was nun?“.

 

Nach einem Kaffee zur Besprechung haben wir keinen Fehler an der Vakuumpumpe feststellen können, d. h. wir haben sie gesäubert, die Dichtung getauscht und wieder am Motorblock befestigt. An dieser Stelle wäre die Story schön einfach und wir hätten so gern geschrieben: Sache erledigt, das wars :-) Doch der Test mit einer kleinen Probefahrt um den Block zeigte uns, dass dem nicht so war... Doch an diesem Tag waren wir nach dieser Session erstmal platt.

 

Also nahmen wir uns dem Ganzen wenige Tage später wieder an… und ja, Weihnachten und unsere erste große Tour rückten immer näher... Wir vermuteten, dass da etwas mit der Dichtung nicht stimmte, demnach bestellten wir eine neue und probierten es nochmal. Wir kürzen es an dieser Stelle ab: Es war erneut eine Quälerei die Muttern mit den Schraubenschlüsseln, den 1/8-Drehungen und bei kalten +2 Grad zu lösen. Doch geschafft! Wieder haben wir die Pumpe kurz gereinigt (sie war ja eigentlich noch sauber :-) ) und anschließend die neue Dichtung eingesetzt. Doch irgendetwas war weiterhin komisch. Erneut haben wir daher die Teilenummer gecheckt … und ja, die stimmten mit den Angaben aus dem T4-Wiki überein… doch irgendwie nicht mit mit dem nicht ganz abdichtenden Ring unter unserem Auto.  Aber nun gut, wieder einmal hieß es - Ausprobieren ...und naja, notfalls machen wir eben doch Tour über Weihnachten.

 

Ok... fassen wir zusammen: Vakuumpumpe zwei Mal ausgebaut, 2 neue Dichtungen mit originaler Teilenummer probiert, die beide nicht wirklich passten und trotzdem war das Problem weiherhin nicht behoben. Klingt irgendwie nicht gut. Wir haben uns dann weiter informiert und noch eine letzte Lösung mit dem Zauberwort DICHTUNGSMASSE gefunden! Also gesagt, getan. Dichtungsmasse besorgt und schnell noch beinen zusätzlichen Urlaubstag im Büro genommen, um uns am Morgen der Abreise nochmal unters Auto zu legen. Wieder quälten wir uns mit diesen verdammten Muttern, setzten die für uns am besten passende Dichtung ein und dichteten diese sowie die gesamte Kontaktfläche der Vakuumpumpe mit dem Motorblock mit der Dichtungsmasse ab. Dann haben wir die Pumpe erneut so fest wie möglich angezogen und gewartet … einen Kaffee getrunken … gewartet … Sachen für die Tour gepackt … Kaffee getrunken … und dann endlich die alles entscheidende Probefahrt gemacht.

 

UND: BOOM CHACKA LACKA BOOM BOOM -  Es war kein Öl mehr zu sehen! SUPER! Unsere Weihnachtstour war gerettet! Was ein gutes Gefühl! Phänomenal! Bombastisch! WOW!  Joa... und so sind wir in unsere Weihnachtszeit gestartet :-)

 

Auch wenn wir noch noch lange keine Spezialisten im Autoschrauben sind, haben wir  festgestellt, dass je länger man sich damit beschäftigt, neben der änfänglichen Verzweifelung immer wieder der Spaß im Vordergrunhd steht. Daher können wir an dieser Stelle bereits sagen, dass wir uns definitv für das richtige Auto zu schrauben entschieden haben: Unseren blauen Berti <3

 

Weihnachtliche Grüße

Sarah & Tim

 

 

PS Schrauberweisheit 1: Um diese Muttern auch immer wieder sauber anzuziehen, haben wir später nicht nur die Schraubenschlüssel abgeflext, sondern sogar eine Nuss gekürzt … unfassbar … das hätte ich zu Beginn unseres Abenteuers wirklich nicht erwartet … und das Schlimme daran war, es war eine geborgte Nuss … wir haben diese dann aber, nachdem alles vorbei war, sauber ordentlich im Fachhandel nachgekauft und im Nusskasten ersetzt ;-)

 

PSS Schrauberweisheit 2: Und da wir sowieso einmal voller Öl waren haben wir direkt einen Öl- inkl. Ölfilterwechsel vorgenommen. Doch das war halb so wild. Naja, bis auf, dass sich der Ölfilter wirklich tatsächlich mitten direkt unterm Auto befindet und man da echt nur super schwer dran kommt. Doch egal, das war ein Kinderspiel im Gegensatz zu der Sache mit der Vakuumpumpe.