27.05.2018

 

Unser erstes Mal

 

Grüßt euch,

 

unglaublich aber wahr, wir haben unsere ersten beiden Nächte im Berti verbracht und die waren echt cool! Also fand ich, Tim, zumindest :-) Wie Sarah das Ganze sah? Mhh.. das weiß ich auch nicht so genau, sie meinte zumindest, dass sie es auch cool fand. Dies bringt mich auf eine Idee: Eine Frage, und wir beide antworten! Und das getrennt voneinander! Das wäre doch mal spannend. Mal sehen, ob das klappt oder endet das eher in einem Chaos?

 

Doch ok, kurz vorab noch ein paar Infos zu unserem ersten Trip. Da wir Hamburg sehr mögen, haben wir uns dort nach einem Campingplatz umgeschaut … und sind für unsere ersten Nächte im Berti beim „Campingland an der Elbe“ gelandet, etwas südöstlich von Hamburg und direkt an der Elbe gelegen. Von Essen aus gut 400 Kilometer. Somit packten wir das erste Mal unseren Berti mit Sack und Pack voll – natürlich mit einer riesigen Aufregung, ob wir auch wirklich alles dabei haben – und dann ging es los. Achso, Tanken mussten wir noch, dann gab es noch kühle Getränke … naja, eben das alles was noch so dazu gehört zum „wir starten jetzt mal“ :-)

 

„Starten“ ist das richtige Stichwort, denn das machen wir jetzt auch mal mit unserem Frage-Antwort-Spiel: Eine Frage, zwei Antworten!

 

Frage 1: Was war das Lehrreichste auf eurem 3-Tage-Trip?

 

Sarah: Tja, wie Frauen nun mal so sind, habe ich schon Tage lang gegrübelt, was wohl die richtigen Klamotten für unseren Trip sind. Gerade für Nachts, stellte ich mir die Frage: Lange Hose, kurzes Shirt, kurze Hose oder langes Shirt. Naja, das Wetter sollte ja einigermaßen gut werden, der Platz im Berti ist ja auch begrenzt und so entschied ich mich für eine kurze Hose und ein kurzes Shirt. Nun ratet, was ich auf dem Trip gelernt habe: Habe immer eine lange Hose zum schlafen dabei 😊 Also, es war jetzt nicht so kalt, dass ich erfroren bin, aber so morgens um 07:00 Uhr mal schnell zur Toilette in kurzen Sachen, hatte ich mir dann doch etwas anders vorgestellt *bibber*.

 

Tim: Ja, da fällt mir etwas ein. Dazu muss ich aber folgendes erklären: Ich hatte mich eingangs so super mega darauf gefreut, nach dem morgendlichen aus dem Bus krabbeln gemütlich an der frischen Luft zu frühstücken, mit schönem Blick und mit einem leckeren selber aufgesetzten Kaffee. Dabei hatten wir sowohl an das silberne Kaffeekännchen gedacht, wie auch an Kaffeepulver, Gaskartusche und Campingkocheraufsatz. Wir waren ja vorbereitet … dachte ich … Doch dann! Verflixt nochmal! Passt der Kocheraufsatz nicht auf die Gaskartusche! Wie konnte das bitte sein?! Zur Belustigung unserer Platznachbarn habe ich probiert und probiert, doch Aufsatz und Kartusche passten einfach nicht zusammen. Jetzt weiß ich übrigens, dass es mindestens zwei unterschiedliche Arten von Gaskartuschen für Campingkocher gibt. Und um dann doch noch einen Kaffee zu bekommen, musste ich quer über den gesamten Platz zum Kiosk laufen. Verdammt nochmal, 3,50 Euro pro Tasse … mhhhh … ich fühlte mich mies.

 

 

Frage 2: Was war das Aufregendste was euch passiert ist?

 

Tim: Aufregende Momente gab es viele, der ganze Trip war ja Neuland für uns. Und auch in Hamburg finden wir immer wieder neue aufregende Ecken, cool war auch, dass wir auf der Rücktour spontan von der Autobahn abbogen und uns noch die Bremer Stadtmusikanten angeschaut haben. Doch um ehrlich zu sein, folgendes war für mich das aufregendste … sogar mehrmals … Wir hatten auf dem Campingplatz einen super Standplatz, mitten am Wasser gelegen. Doch da wir tagsüber mit dem Berti unterwegs waren, mussten wir unseren super Standplatz tagsüber ganz allein lassen. Wir haben ihn, wie uns die Campingplatzbesitzer empfohlen haben, nur viereckig markiert, also für alle sichtbar, dass da schon jemand stehen könnte. Doch wir alle kennen ja diese Handtuch-artige-Platzreservierungs-Nummer. Ergänzend dazu muss man noch sagen, dass unsere Markierung nur aus einer Wäscheleine bestand, die wir eben im Viereck ausgelegt hatten. Und so war es immer wieder eine Adrenalin-Zitterpartie, als wir zurück zum Campingplatz kamen. Die letzten Kilometer waren immer so schlimm, da mussten wir uns immer wieder Mut zu reden … was auch manchmal echt lustig war … aber auch anstrengend. Es hatte zum Glück wirklich immer hingehauen. Unglaublich eigentlich. Doch cool.

 

Sarah: Stimmt, da muss ich Tim zustimmen (auch, wenn ich das ungern tue 😊). Immer dieses blöde Bauchgefühl beim Auffahren auf den Platz, dass dieser wunderschön markierte Platz direkt am Wasser weg sein könnte, hat einem die Schweißperlchen auf der Stirn stehen lassen. Zum Glück war unsere Markierung dann doch für alle Nächte ausreichend und wir können den wundervollen Blick direkt auf die Elbe genießen.

 

Frage 3: Was hast du vermisst, an was du nie gedacht hättest?

 

Sarah: Tja, gute Frage. Was habe ich vermisst. Ich glaube erst einmal nichts so richtig, denn der Trip an sich war schon aufregend genug. Am ehesten würde ich sagen, dass mir irgendwie der Sicherheitsfaktor einer verschlossenen Wohnung gefehlt hat. Ich meine, in unserem kleinen Berti hört man natürlich erst einmal alle Geräusche drum herum oder man sieht eben auch einfach die Lichter der Nachbarn, welche noch vor Orten zelten sitzen. Insgesamt muss ich tatsächlich gestehen, dass ich ansonsten nichts vermisst habe.

 

Tim: Ich glaube, dass man so gut wie bei allen Reisen/ Urlauben etwas vergisst bzw. daran denkt, dass man hätte noch etwas mitnehmen können/ sollen. Wie oben bereits angemerkt, ich habe auf jeden Fall die richtige Gaskartusche vermisst. Man, das war echt ärgerlich! Und bis heute habe ich das noch nicht wieder ausprobieren können! Doch da wir das schon hatten, zählt das bei der Frage nicht. Was ich noch gern dabei gehabt hätte, dass wäre ein Grill, unseren kleinen Kugelgrill, mit Holzkohle und was man eben alles so braucht, um sich darauf selber etwas brutzeln zu können. Das wäre cool gewesen. Doch aus irgendwelchen Gründen hatten wir den nicht eingesteckt. Und einen Einweggrill oder einen neuen Grill wollten wir uns nicht extra holen. Doch wir hatten an den beiden Abenden dann schon ein wenig Lust darauf den Grill anzuschmeißen. Auf der nächsten Tour kommt der auf jeden Fall mit.

 

Was sagt ihr, das war doch ein voller Erfolg oder? Es hat alles geklappt, also zum einen haben wir unsere ersten Übernachtungen gut überstanden und unser SelbstInterview hat auch geklappt :-) Sollten wir öfter mal machen - also solche Ausflüge, und so ein Frau-Mann-Interview, da kommen ja doch ein paar andere Dinge ans Licht :-) :-) :-)